Vor zwanzig Jahren war der historische Hof Akkerboom aus dem späten 18. Jahrhundert, ein Idyll, das dem Untergang geweiht war. Die letzten Pächter, Familie Akkerboom, hatten den Hof zusammen mit ihren Tieren verlassen. Es war still geworden - nur Regen und Wind fanden an verschiedenen Stellen Einlass. Die Stadt Kiel als Eigentümerin hatte in einem Magistratsbeschluss von 1981 den Abriss der Fachwerkgebäude verfügt.

Eine eilig gegründete Bürgerinitiative aus zunächst 26 Mitgliedern, die das verhindern wollte, schien hoffnungslos überfordert: Woher das Geld zur Restaurierung, woher den Mut und die Ausdauer und vor allem woher die nötigen helfenden Hände ehrenamtlich Engagierter nehmen? Die Verhandlungen mit der Stadt zogen sich hin. Die Initiative, die 1982 zu einem eingetragenen, gemeinnützigen Verein wurde, agierte auf dem Hof rechtlich in einer Grauzone; vom Liegenschaftsamt unterstüzt, aber ein Jahr lang, bis 1983, ohne vertragliche Absicherung und von vielen kritisch bis kopfschüttelnd beäugt. Trotzdem, bei dem Kreis der Aktiven um ihren Vorsitzenden Dietrich Schunck war Begeisterung angesagt. Pläne wurden geschmiedet, Ideen entwickelt und verworfen, Grundsatzdiskussionen geführt: Ein Kulturzentrum sollte der Hof werden, aber mit welchem Kulturverständnis, oder doch mehr ein sozial orientiertes Bürgerhaus? Lösbar waren solche Fragen neben all den ersten baulichen Sicherungsmaßnahmen nur im Experiment und mit einem bewussten Suchsverhalten. Das Abenteuer jedenfalls hatte begonnen.

Jubiläum
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